Glaube nicht alles, was du denkst

Wir neigen dazu, das zu glauben, was wir denken.

Wenn wir etwas erleben, dann prägen unsere Erfahrungen, unsere Werte und unsere Überzeugungen, wie wir das Erlebte interpretieren. Was für uns vollkommen sinnvoll ist, kann jedoch für jemanden mit anderen Erfahrungen und Werten ganz anders aussehen. Unsere Perspektive ist subjektiv, auch wenn wir das gern anders haben würden.

Unsere Sichtweise ist eben nur unsere Sichtweise.

Wir können zwar nachvollziehen, wie wir zu bestimmten Denkweisen gekommen sind, aber das bedeutet nicht, dass wir Dinge richtig oder auf eine für uns hilfreiche Weise wahrnehmen. Und unsere Handlungen werden nicht nur anhand unserer Perspektive beurteilt, sondern auch anhand dessen, was unsere Mitmenschen als vernünftig empfinden.

In der Bibel bezeichnet der Apostel Paulus unsere Denkmuster als „Festungen“ und „Gedankengebäude“ und warnte uns vor unserem eigenen Denken: „Wir zerstören Argumente und jede Überheblichkeit, die sich gegen die Erkenntnis Gottes richtet, und wir nehmen jeden Gedanken gefangen, um ihn Christus gehorsam zu machen.“ (2. Korinther 10,5)

Es kann sein, dass dich deine Gedanken belügen.

Das klingt zunächst komisch, denn es sind ja deine Gedanken. Aber sie werden gefüttert mit Erfahrungen und Werten- von dir selbst und aus deinem Umfeld. Und da dich deine Gedanken zu bestimmten Entscheidungen führen, solltest du sie prüfen, bevor du sie glaubst.

Jeden Gedanken gefangen zu nehmen bedeutet, unser Denken zu überprüfen, bevor wir es als wahr akzeptieren, und es dann mit Gottes Perspektive in Einklang zu bringen. Aber wie machen wir das konkret, sowohl für uns selbst als auch für diejenigen, die wir leiten?

Coaching ist ein Werkzeug, um dein Denken auf sichere und einfühlsame Weise tiefgehend zu hinterfragen.

Coaches urteilen nicht voreilig und teilen ihre Sichtweise nicht sofort mit. Stattdessen hören sie einfühlsam zu und erkunden mit Hilfe von reflektierenden Fragen sowohl deine aktuellen Sichtweisen als die Perspektiven von anderen.

Für mich als Coach hat das Erlernen von Coaching-Fähigkeiten hat nicht nur meine Coaching-Gespräche verändert, sondern meine gesamte Herangehensweise an Leitung. Anstatt davon auszugehen, dass meine Sichtweise richtig ist, und anderen ständig zu sagen, was sie tun sollen, habe ich gelernt, Fragen zu stellen, die Menschen dabei helfen, ihr eigenes Denken zu hinterfragen und es mit der Wahrheit Christi in Einklang zu bringen.

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